Augensteuerung

Patient mit Behinderung, der den OSC TALKER mit einem Betreuer benutzt

OSC Talker verfügt über eine Augensteuerung. Die Augensteuerung ist eine Kamera, die die Augen des Patienten beobachtet. Sie ist geeignet, wenn die Augen die einzige Kommunikationsquelle sind (z.B. in der Spätphase der Amyotrophen Lateralsklerose, nach einem Schlaganfall oder wenn der Patient beatmet wird).

In solchen Fällen kann der OSC Talker ausschließlich über die Augensteuerung bedient werden. Die Kamera erkennt, wohin der Patient auf den Bildschirm schaut, und führt die gewünschten Aktionen entsprechend aus.

Schauen wir uns ein Beispiel an.

Der Patient sieht z.B. eine Liste von Sätzen auf dem Bildschirm: “Ich habe Durst”, “Ich habe Schmerzen”, usw.

Wenn der Patient einen dieser Sätze längere Zeit anstarrt, wird die Computerstimme den Satz dann aussprechen.

Auf diese Weise kann der Patient leicht durch die Augen kommunizieren. Selbstverständlich ist er/sie auch in der Lage, eigene Texte zu schreiben: Die Buchstaben werden auf dem Bildschirm angezeigt und der Patient wählt sie auf die gleiche Art und Weise, durch die Augen, aus. Jeder selbstgeschriebene Text kann auch von der professionell klingenden Computerstimme ausgesprochen werden.

Und das ist noch nicht alles, es gibt noch weitere Funktionen, die in der Augensteuerung enthalten sind. Der Patient kann auch E-Mails schreiben, im Internet surfen, es ist sogar möglich, technische Geräte wie z.B. den Fernseher zu bedienen: Jede Bedienung (Kanalwechsel, Lautstärke ändern, Gerät ein-/ausschalten) kann durch einen ausreichend langen Blick auf das entsprechende Feld erfolgen.

Diese erstaunlichen und nützlichen Funktionen der Augensteuerung geben dem Patienten die Möglichkeit, ein hohes Maß an Unabhängigkeit zu bewahren, selbst wenn er die Fähigkeit zu sprechen, sich zu bewegen oder voll funktionsfähig zu sein verloren hat.

Touch mit Symbolen

Kommunikation für Menschen mit Behinderungen mit Hilfe von Symbolen

Menschen, die aufgrund einer Behinderung nicht sprechen können und die Schriftsprache nicht verstehen, sind nur in der Lage, sich zu verständigen, indem sie auf Symbole zeigen, um auszudrücken, was sie sagen möchten.

Diese so genannte “Symbolkommunikation” ist nach einem Schlaganfall, wenn die Sprechfähigkeit des Patienten stark gestört ist (“Aphasie”), oft die sinnvollste Kommunikationsmöglichkeit der Wahl.

Die Patienten klicken auf das entsprechende Piktogramm, und die Computerstimme spricht den Satz dahinter. Je nachdem, was mit dem Piktogramm gespeichert ist, ist es auch möglich, mehrere Symbole nacheinander anzuklicken, um einen ganzen Satz zu bilden. 

Piktogramme und ihre Sätze sind mehrsprachig und können in jeder Sprache ausgegeben werden.

Unsere vielfältige Symbolbibliothek mit über 10.000 Bildern eignet sich für alle Bereiche des täglichen Lebens. Sie wurde gemeinsam mit den Eltern und Betreuern der Betroffenen sowie mit erwachsenen ALS- und Schlaganfallpatienten entwickelt. Die Symbole wurden auch im Krankenhaus getestet und sind von den Patienten sehr gut aufgenommen worden.

Obwohl die Symbole voreingestellt sind, kann die gesamte Symbolbibliothek einfach verändert und personalisiert werden.

Darüber hinaus nehmen wir gerne jede Anfrage nach den gewünschten Symbolen entgegen und erweitern unsere Bibliothek kontinuierlich.

ANLAUTIEREN

Anlautieren ist eine besondere Funktion von OSC Talker, die Patienten beim Wiedererlernen von Wörtern hilft. Der Therapeut oder die Computerstimme von OSC Talker spricht die Wortanfänge aus. Danach versucht der Patient, das ganze Wort auszusprechen.

Die Anlautier-Übungen werden in der Regel mit dem Therapeuten durchgeführt, können aber mit dem OSC Talker auch zu Hause als “Hausaufgabe” leicht durchgeführt werden. Zu diesem Zweck ist das perfekte Übungsszenario bereits in OSC Talker konfiguriert.

Es werden Symbole angezeigt, die den Patienten wirklich interessieren (z. B. Namen von Verwandten, Fußballstars, etc.).

Klickt der Patient einmal auf das Symbol / das Foto, so spricht der OSC Talker den Anfang des Namens aus (z. B. “Ba” für “Banane”). Weiß der Patient nun das Wort, so ist alles gut. Weiß der Patient den Namen aber noch nicht, so tippt er noch einmal drauf. Der OSC Talker spricht nun einen weiteren Teil des Namen aus, z. B. “Ba-na”.

Das geht so lange, bis der Namen komplett ausgesprochen ist.

Dabei handelt es sich um ein sehr effektives Vorgehen, um das Wiedererlernen von Sprache zu fördern.

Je mehr der Patient übt, desto schneller wird er in Zukunft das Wort erinnern.

SCANNING

Viele Patienten sind aufgrund einer Behinderung nicht in der Lage, die normale Computermaus zu benutzen.

Wenn der Patient nur minimale Zehen-, Finger- oder Kopfbewegungen ausführen kann, so kann er den OSC-Talker über einen Schalter im sogenannten “Scanning-Modus” bedienen.

Im Scan-Modus scannt die Software alle Zellen. Sobald der Scan in der gewünschten Zelle ankommt, drückt der Patient den Knopf und die Zelle wird automatisch ausgewählt.

Der Patient kann entweder fertige Sätze anklicken und von der Computerstimme sprechen lassen, oder er kann auf der Tastaturschnittstelle Buchstaben auswählen, um eigene Sätze zu schreiben, die später auch von der Computerstimme ausgesprochen werden können.

Es gibt verschiedene Arten des Scannens, die perfekt auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten sind. Um mehr über unsere Scan-Modi zu erfahren, klicken Sie hier.

KOPFSTEUERUNG

In einigen Fällen ist die Beweglichkeit von Armen und Händen stark eingeschränkt, aber die Nackenmuskulatur arbeitet gut. Wenn der Patient noch in der Lage ist, einige Kopfbewegungen auszuführen, wäre die Verwendung einer Kopfmaus sehr zu empfehlen.

Eine Kopfmaus ist eine alternative Maus für behinderte Benutzer.

Benutzer einer Kopfmaus haben einen reflektierenden Punkt auf der Stirn. Dieser reflektierende Punkt wird von einer Kamera erfasst. Wenn der Benutzer seinen Kopf bewegt, bemerkt die Kamera dies und navigiert den Mauszeiger auf dem Computerbildschirm entsprechend. Auf diese Weise lässt sich OSC Talker vollständig und mit hoher Präzision bedienen.

Für die Verwendung einer Kopfmaus bietet OSC Talker eine spezielle Klickleiste an, über die ein Mausklick ausgeführt werden kann (z.B. Linksklick, Rechtsklick, Doppelklick usw.). Wird der Kopf dann für eine bestimmte Zeitspanne in der gleichen Position gehalten, so wird der gerade gewählte Klick an der aktuellen Mauszeigerposition ausgeführt.

Zusammen mit einer schönen Bildschirmtastatur und virtuellen Mausklicks lässt sich die gesamte Windows-Oberfläche navigieren.

UMFELDSTEUERUNG ​

Eine Besonderheit des OSC Talkers ist eine sogenannte “Umfeldsteuerung”, die es dem Patienten ermöglicht, seine technischen Geräte wie Fernseher, Rollstuhl, Fenster, Jalousien, Radio und vieles mehr selbständig zu bedienen.

Nach der Installation der Treiber der Umfeldsteuerungskontrolle erkennt OSC Talker automatisch alle Geräte.

Auf dem Computerbildschirm werden entsprechende Felder eingerichtet, um z.B. den Fernseher lauter und leiser zu machen, das Programm zu ändern oder das Licht im Raum ein- und auszuschalten.

Möchte der Patient z.B. das Fernsehprogramm ändern, klickt er einfach auf das entsprechende Feld auf dem Bildschirm. OSC Talker sendet dann den entsprechenden Befehl an das elektrische Gerät.

Das Beste an der Umfeldsteuerung ist, dass sie es dem Patienten ermöglicht, mehrere elektrische Geräte gleichzeitig zu bedienen. Die Patienten gewöhnen sich daran, unabhängig zu leben, ohne Beaufsichtigung durch ein Familienmitglied oder einen Pfleger. Das steigert ihre Motivation und ermutigt sie zum Weiterlernen und zur Weiterentwicklung.

OSC TALKER - Umfeldsteurung für Menschen mit Behinderungen

Talker

OSC Talker mit der Oberfläche „Talker“ ist ein Hilfsmittel für die Unterstützte Kommunikation.

Es enthält Textfelder für die Gesprächsvorbereitung, Schnellschreibknöpfe für wiederkehrende Sätze und Belegung von F-Tasten mit Sätzen und viele Zusatzfunktionen, die eine selbstbestimmte Kommunikation über eine Computerstimme möglich machen.

Das Hilfsmittel verfügt über hochqualitative deutsche Computerstimmen.

Mit Hilfe eines solchen Talkers ist eine Kommunikation im Alltag z. B. bei schwerem Stottern oder bei ALS möglich, wenn bisher nur das Sprechen betroffen ist.

Kommunikation für Menschen mit Behinderungen mittels Talker

Rufen Sie uns für eine kostenlose Beratung an

0176-43822274