Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED)

Die Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED) ist eine Entwicklungsstörung des kindlichen Sprechens.

Kinder, die an VED leiden, haben Schwierigkeiten beim Aussprechen von Lauten, Silben und Wörtern. Ursache dafür sind Koordinationsstörungen zwischen dem Gehirn und den Sprechorganen (Mund, Lippen, Zunge, Kehlkopf, etc.).

Kinder mit verbaler Entwicklungsdyspraxie haben häufig Schwierigkeiten mit der Geschwindigkeit, Genauigkeit und dem Timing von Bewegungsabläufen, die für die Sprachproduktion erforderlich sind. Dies führt häufig zu Verzögerungen in der Sprachentwicklung.

WAS KANN MAN DAGEGEN TUN?

Es existieren verschiedene Therapiekonzepte, um die Verbale Entwicklungsdyspraxie zu behandeln. Dazu zählen:

  • Modifikation des niederländischen Dyspraxieprogrammes, das auf dem “Nuffield Dyspraxia Program” basiert
  • KoArt von Frau Ulrike Becker-Redding
  • Assoziationsmethode nach McGinnis
  • TAKTIN / PROMPT

Therapeutische Übungen müssen sich dabei auf die Planung, Abfolge und Koordination der Muskelbewegungen konzentrieren, die bei der Sprachproduktion eine Rolle spielen.

Reine “klassische” artikulatorische Therapiemethoden eignen sich nicht, da sie nur die motorische Ebene abdecken.
Stattdessen müssen Laute von Grund auf mit allen Sinnen erlernt werden (vergleichbar mit dem Lernkonzept bei Downsyndrom-Kindern).

Kinder mit VED müssen die die gelernten Strategien und Techniken ständig üben.

Hochfrequentes Wiederholen der Übungen (in allen Variationen) ist enormal wichtig, damit sich die neu erlernten Artikulationsmuster automatisieren (“motorisches Gedächtnis”). Man sagt, dass es bei gesunden Menschen bereits 1,5 Jahre dauert, bis ein Bewegungsablauf perfekt automatisiert ist.

Taktiles Feedback (Berührung), visuelles Feedback (Selbstbeobachtung im Spiegel) und verbales Feedback sind wichtige Ergänzungen.

Wie können wir Ihnen helfen?

Ganz wichtig ist zuerst, beim Kind die Freude am Kommunizieren zu wecken. Laut Wikipedia ist dafür ein Talker hervorragend geeignet:

“Demnach stellt es das wichtigste Ziel dar, bei einem Menschen ohne effektive Lautsprache eine möglichst ungestörte kommunikative Entwicklung zu erreichen. Und kommunikative Entwicklung beruht auf erfolgreicher Kommunikation, unerheblich, ob dazu Lautsprache, körpereigene Möglichkeiten oder Kommunikationshilfen eingesetzt werden. Es gilt also, Menschen ohne ausreichende Lautsprache so früh wie möglich freudvolle und effektive Kommunikation erleben zu lassen.”

Um dem Kind diese Freude an der Kommunikation zu wecken, empfiehlt sich der OSC-Talker mit einer absolut echt klingenden Kinder-Computerstimme.

Im OSC-Talker stehen dem Kind sowohl vorgefertigte Sätze zu Verfügung, als auch Symbole, und die Eltern können Sätze einfügen, die das Kind dann im Kindergarten / Schule aussprechen lassen kann. Natürlich kann das Kind auch selbst Text eintippen, falls es dazu schon in der Lage ist.

Darüber hinaus kann mit Logopäden langfristig an der Behandlung der VED gearbeitet werden.