AUTISMUS

Autismus ist eine Entwicklungsstörung, die ein Leben lang andauert.

Autismus tritt typischerweise in der frühen Kindheit auf.

Die sozialen Fähigkeiten, die Kommunikation, die Beziehungen und die Selbstregulierung des Person sind beeinträchtigt.
Autismus zeichnet sich durch eine bestimmte Reihe von Verhaltensweisen aus.

Dazu zählen vor Allem begrenzte Interessen, starres und sich wiederholendes Verhalten und Widerstand gegen Veränderungen.
Zusätzlich zu spezifischen Anzeichen von Autismus können medizinische, sensorische, kognitive, sprachliche, emotionale und Verhaltensprobleme auftreten.

Die Charakteristik des Autismus ist bereits im frühen Alter klinisch offensichtlich, kann aber bei Umweltveränderungen, in der Vorschul- oder Sekundarschulbildung auffällig sein.

Während eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung von Autismus eine Schlüsselrolle der Gesundheitsdienste spielt, ist eine enge Koordination zwischen Gesundheits-, Sozial- und Bildungsdiensten unerlässlich.

Die Entwicklung

Die Entwicklung der Kinder mit Autismus unterscheidet sich von Anfang an von denen ohne Autismus. Autistische Kinder sind weniger an anderen Menschen interessiert. Dafür umso mehr an Gegenständen und bestimmten Themen.

Den Eltern fällt schon früh auf, dass etwas mit ihrem Kind anders ist. Es dauert jedoch häufig einige Zeit, bis die Diagnose Autismus feststeht, da auch andere Krankheiten abgeklärt werden müssen.

Die Entwicklung der betroffenen Kinder und Jugendlichen ist in starkem Maß beeinträchtigt.

Die Bezugspersonen leiden sehr unter den Schwierigkeiten des Kindes. Während das Kind scheinbar zufrieden mit sich alleine ist und immer die gleichen Tätigkeiten wiederholt, sehen die Bezugspersonen die Isolation und wünschen sich einen Kontakt zu ihren Kindern und dass diese Kontakt zu Anderen aufbauen.

Durch den Autismus sind die kognitiven, sprachlichen, motorischen, emotionalen und interaktionalen Fähigkeiten in unterschiedlichen Maße beeinträchtigt. Die Auswirkungen der Störungen behindern ein Teilnehmen an der Gemeinschaften.

Auf vielfältige Weise die Beziehungen zur Umwelt und die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft.

Es sind deshalb verschiedene autismusspezifische Förderung nötig, um die Teilhabebeeinträchtigungen weit möglichst auszugleichen.

In der Schule haben es viele Autisten schwer, da diese sich nicht so gut integrieren wie andere Kinder und dadurch leichter zu Außenseitern werden können.

Autismustherapien

Für Autismus wurden mehrere Therapieprogramme entwickelt.

Zu den bekanntesten zählt das TEACCH-(Treatment and Education of Autistic and Communication Handicapped Children)-Programm.

Das TEACCH-Programm beinhaltet folgende Punkte:

• Diagnostik mit Schwerpunkt darauf, wie am besten therapiert werden kann
• Förderung im Schuluntericht und in der beruflichen Ausbildung

• Anleitung der Bezugspersonen
• Soziale Fähigkeiten erlernen und fördern
• Gesprächstraining für sozialen Umgang
• Beratung für individuell passende Freizeitgestaltung
• Alltags-Strukturen erarbeiten, um Betroffenen und Bezugspersonen eine verlässliche Lebensgestaltung zu vermitteln

Für viele Autismus-Therapie-Programme stellen lerntheoretische Methoden eine wesentliche Säule dar. Wichtige verhaltenstherapeutische Programme im Autismus-Bereich sind In den meisten Autismus-Programmen werden verhaltenstherapeutische Ansätze verwendet, darunter die Techniken des „diskreten Lernformat“s und der modernen angewandten Verhaltensanalyse ABA („Applied Behavior Analysis“).

Gefördert werden dabei das Sprachverständnis und Sprachausdruck, Aufmerksamkeit gegenüber sozialen Verhaltensweisen, sowie vorschulische Fertigkeiten und das Erreichen von Selbstständigkeit bei Alltagsaktivitäten.

Kommunikationstraining mit emotional sprechenden Kommunikationshilfen („Talker“ mit Computerstimme, die Sätze mit Emotion aussprechen kann und von denen das Kind lernen kann).

Zu weiteren Behandlungsmöglichkeiten bei Autismus zählen Logopädie, Physiotherapie sowie Ergotherapie, Spielgruppen, Frühförderung, ebenso Musiktherapien.

Medikamente kommen nur bei psychischen Auffälligkeiten oder körperlichen Krankheiten zum Einsatz.